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Was ist ein Mentor?

Ein Mentor (weiblich oder männlich) wird allgemein als eine höherrangige einflussreiche Person im Arbeitsumfeld einer Nachwuchskraft definiert, die dort über sehr viel berufliche Erfahrung und Wissen verfügt und der daran gelegen ist, den Aufstieg der Nachwuchskraft zu fördern und deren berufliche Entwicklung zu unterstützen. Der Mentor kann, muss aber nicht, derselben Firma angehören, in der auch die Nachwuchskraft beschäftigt ist, und er kann, muss aber auch nicht, der/die unmittelbare Vorgesetzte der Nachwuchskraft sein.


Wie kommen Mentorenbeziehung zustande?

Zur Nachwuchsförderung haben manche Organisationen formale Mentorenprogramme eingerichtet, die dazu dienen, Mentoren und Nachwuchskräfte irgendwie zusammenzubringen. Allerdings haben Mentorenprogramme von Organisation zu Organisation zum Teil unterschiedliche Namen. Manchmal werden die Nachwuchskräfte den Mentoren im Rahmen solcher Programme direkt zugewiesen, manchmal bieten die Organisationen lediglich Hilfestellungen, damit sich zwischen einem Mentor und einer Nachwuchskraft eine positive Beziehung entwickeln kann. Solche Beziehungen, die durch die gezielte Unterstützung der Organisation zustande kommen, bezeichnet man als formale Mentorenbeziehungen. Beziehungen zwischen einem Mentor und einer Nachwuchskraft, die im Laufe der Zeit z.B. während der Arbeit ohne gezielte Unterstützung der Organisation ganz aus sich heraus zustande kommen, werden als informelle Mentorenbeziehungen bezeichnet.


Was machen wir in unserem Forschungsprojekt?

Durch Mentoring wird tätigkeitsbegleitend das Potenzial von Nachwuchskräften erschlossen. Wie die Literatur zeigt, leisten formale Mentorenprogramme in Organisationen dazu aber keinen effektiven Beitrag. Es werden personale und situative Einflussgrößen aufgrund von Querschnittstudien identifiziert, die dazu beitragen, dass Personen selbstinitiiert Laufbahnunterstützung in der Organisation suchen und finden. In einer Längsschnittstudie bei Betriebswirten und Wirtschaftsingenieuren mit drei Erhebungszeitpunkten soll der Einfluss dieser Größen anhand von Variablen aus der Perspektive der Nachwuchskräfte, ihrer Peers sowie ihrer Laufbahnunterstützer überprüft werden.

Seit dem 1.11.03 wird unser Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. (BL 385/6-1). Wir kooperieren außerdem mit

AKAD. Die Privat-Hochschulen
Cologne Business School
Deutsche Sparkassenakademie
European Business Studies, FH Regensburg
Fachhochschule Aachen / Aachener FachForum Wirtschaft
Fachhochschule Bochum
Fachhochschule Münster
Fachhochschule für ökonomie und Management Essen
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover
Fachhochschule der Wirtschaft Paderborn
FernHochschule Riedlingen
FH Nordakademie. Hochschule der Wirtschaft Elmshorn
Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg
Hamburger Fern-Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Handelshochschule Leipzig - HHL Alumni e.V.
Hochschule Pforzheim
Private Universität Witten/Herdecke
Verein der Ehemaligen und Förderer der European Business School


Welche Teilnehmer haben bei der Preisverlosung gewonnen?

Die erste Phase der Studie hat am 31.03. 2006 ihren Abschluss gefunden. Insgesamt haben sich zahlreiche Nachwuchskräfte, deren Kollegen und Mentoren aus den unterschiedlichsten Branchen beteiligt. Um uns für die Unterstützung zu bedanken, haben wir unter allen Teilnehmern vier Abendessen für jeweils zwei Personen im Wert von 150 Euro verlost.

Herr Breckwoldt, Moorege
Frau Chauvaux , Würzburg
  Herr Kalb, Kiel
  Herr Neumann, Rastede

Herr Breckwoldt (rechts) zusammen mit Herrn Grube
Herr Breckwoldt (rechts) zusammen mit Herrn Grube

Frau Chauvaux zusammen mit Frau Ram-Beyer
Frau Chauvaux zusammen mit Frau Ram-Beyer

Herr Neumann
Herr Neumann


Literatur

Diekmann, C. &  Blickle, G. (in press). Mentoring. In P. Knauth & A. Wollert (Hrsg.), Digitale Fachbibliothek Human Ressource Management. Köln: Symposion Verlag.

Blickle, G. & Wihler, A. (in press). Mentoring. In W. Sarges (Hrsg.), Management-Diagnostik (4. Auflage). Göttingen: Hogrefe.

Schneider, P. B., Witzki, A. & Blickle, G. (2011). Assessing mentoring support: A longitudinal study with multiple data sources for validating a German version of the Mentor Role Instrument [Erfassung von Mentoring-Unterstützung: Eine Längsschnittstudie mit multiplen Datenquellen  zur Validierung der deutschsprachigen Fassung des Mentor Role Instruments]. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 55, 197-209 (Journal of Work & Organizational Psychology).

Blickle, G., Schneider, P. B., Meurs, J.A. & Perrewe, P.L. (2010). Antecedents and Consequences of Perceived Barriers to Obtaining Mentoring:  A Longitudinal Investigation. Journal of Applied Social Psychology, 40, 1897-1920.

Blickle, G., Scheider, P. B., Liu, Y., & Ferris, G. R. (in press). A Predictive Investigation of Reputation as Mediator of the Political Skill -- Career Success Relationships. Journal of Applied Social Psychology.

Schneider, P.B. (2009). Deutsche Adaptation und Validierung des Mentor Role Instruments (MRI) von Ragins & McFarlin mit multiplen Datenquellen: Längsschnittstudie zur Diagnostik von Mentoring - Unterstützung bei Führungsnachwuchskräften. Elektronisch veröffentlichte Dissertation, Universität Bonn. (Verfügbar unter http://hss.ulb.uni-bonn.de/2009/1955/1955.htm)

Schneider, P.B. & Blickle, G. (2009). Die Bonner Mentoring-Studie: Bescheidenheit ist eine Zier...?, BDG-Mitteilungen, 113.
Blickle, G., Witzki, A. & Schneider, P. B. (im Druck). Die Bonner Mentoring-Studie: Effekte von Networking, Selbstoffenbarung, Bescheidenheit, sozialer Kompetenz und Macht. In  U. Kanning, L. v. Rosenstiel & H. Schuler (Hrsg.), Perspektiven einer nützlichen Psychologie. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

Blickle, G., Kramer, J., Schneider, P.B., Meurs, J.A., Ferris, G.R., Mierke, J., Witzki, A.H. & Momm, T.D. (in press). Role of Political Skill in Job Performance Prediction beyond General Mental Ability and Personality in Cross-Sectional and Predictive Studies. Journal of Applied Social Psychology.

Schneider, P. B. & Blickle, G. (2009). Mentor-Protegé- Beziehungen in Organisationen. In H. Stöger, A. Ziegler &. D. Schimke (Hrsg.), Mentoring: Theoretische Hintergründe, empirische Befunden und praktische Anwendungen. (S. 139-160). Lengerich: Pabst.

Blickle, G., Scheider, P.B. & Witzki, A. (2009). Mentoring im Beruf. Vierteljahresschrift für Wissenschaftliche Pädagogik, 85, 39-51.

Blickle, G., Witzki, A., & Schneider, P.B. (2009). Mentoring Support and Power: A Three Year Predictive Field Study on Protégé Networking and Career Success. Journal of Vocational Behavior, 74, 181-189.

Blickle, G., Witzki, A., & Schneider, P.B. (2009). Self-initiated Mentoring and Career Success: A Predictive Field Study. Journal of Vocational Behavior, 74, 94-101.

Blickle, G., Schneider, P. B., Perrew?, P. L., Blass, F. R., & Ferris, G. R. (2008). The Roles of Self-Disclosure, Modesty, and Self-Monitoring in the Mentoring Relationship: A Longitudinal Multi-Source Investigation. Career Development International, 13, 224-240 (Gewinner der Auszeichnung Best Paper published in 2008 by Emerald Publishing Group).

Witzki, A. H. (2008). Intelligenz und Mentoring. Studie zum Zusammenhang von Intelligenz und Mentoring und deren Einfluss auf beruflichen Erfolg. Unveröffentlichte Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn.

Blickle, G. & Schneider, P. B. (2007). Mentoring. In H. Schuler & Kh. Sonntag (Hrsg.), Handbuch der Psychologie, Band Arbeits- und Organisationspsychologie. Göttingen: Hogrefe.

Blickle, G. & Boujataoui, M. (2005). Mentoren, Karriere und Geschlecht: Eine Feldstudie mit Führungskräften aus dem Personalbereich. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 49, 1-11.

Blickle, G. (2004). Einflusskompetenz in Organisationen. Psychologische Rundschau, 55, 82-93.

Blickle, G., Kuhnert, B. & Rieck, S. (2003). Laufbahnförderung durch ein Unterstützungsnetzwerk: Ein neuer Mentoringsansatz und seine empirische Überprüfung. Zeitschrift für Personalpsychologie, 2, 118-128.

Blickle, G. (2002). Mentoring als Karrierechance und Konzept der Personalentwicklung? Personalführung (9), 66-72.

Blickle, G. (2001). Mentoring. In P. Knauth & A. Wollert (Hrsg.), Human Resource Management, Bd. 3 (8.24, 1-20). Köln: Verlag Deutscher Wirtschaftsdienst.

Blickle, G. (2000). Mentor-Protégé-Beziehungen in Organisationen. Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, 44, 168-178.

Bitte beachten Sie auch folgenden Informationen: Webseite des Bundesministeriums fur Familie, Senioren, Frauen und Jugend, online-Artikel bei jobpilot.de, Artikel aus der Frankfurter Rundschau vom 22.10.2005.


Wissenschafts-Praxis-Transfer

Witzki, A., Blickle, G. & Schneider, P. B. (2009). Predicting career ascendancy over three years from career supporters’ perspective. 14th European Congress of Work and Organizational Psychology (EAWOP), Santiago de Compostela, May 13.-16.

Blickle, G., Witzki, A. & Schneider, P. B. (2009). Self-initiated mentoring and career success: A predicitive field study. Poster presented at the 24th annual SIOP Conference, New Orleans, Louisiana, April 2-4.

Witzki, A. H. (2008). Intelligenz und Mentoring und ihre Auswirkungen auf beruflichen Erfolg. Vortrag im ABO-Kolloquium des Psychologischen Instituts der Universität Würzburg, Würzburg, 9. Juli 2008.

Schneider, P. B. & Blickle, G. (2007). Das Mentor Role Instrument nach Ragins und McFarlin – eine Validierungsstudie. Vortrag auf der 5. Tagung der Fachgruppe Arbeits- und Organisationspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Trier, 19.-21. September.

Schneider, P. B. & Blickle, G. (2007). Protégé Personality and Mentoring Success in a Longitudinal Study. Poster presented at the 13th Biennial Meeting of the International Society for the Study of Individual Differences (ISSID), Giessen, Germany, 22-27 July.

Witzki, A. H. & Blickle, G. (2007). Intelligenz und Mentoring. Vortrag auf der 5. Tagung der Fachgruppe Arbeits- und Organisationspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Trier, 19.-21. September 2007.

Schneider, P. B. & Blickle, G. (2006). Eigeninitiative, akquisitives Impression Management, Self-Monitoring, soziale Herkunft und erhaltenes Mentoring. Vortrag auf dem 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Nürnberg, 18.-22. September.

Schneider, P. B. & Blickle, G. (2006). Mentoring bei Führungsnachwuchskräften. Vortrag für die Deutsche Sparkassenakademie Bonn. Bonn, 16. Januar.

Blickle, G. & Schneider, P. B. (2005). Mentoring bei Führungsnachwuchskräften in Abhängigkeit von Persönlichkeitsmerkmalen. Vortrag auf der 4. Tagung der Fachgruppe Arbeits- und Organisationspsychologie. Bonn, 19.-21. September.

Blickle, G. & Schneider, P. B. (2004). Informelles Mentoring aus unterschiedlichen Perspektiven: Eine Validierungsstudie. Vortrag auf dem 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Göttingen, 26.-30. September.


Ansprechpartner

Prof. Dr. Gerhard Blickle
Gebäude Kaiser-Karl-Ring 9, Raum 0.004

Sprechstunde: mittwochs 10.15 Uhr (Anmeldung per E-Mail oder im Sekretariat, Tel. 73-4375)

Tel. 0228 / 73-6129
Fax 0228 / 73-4670
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